Die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie ist eine Herausforderung – aber auch eine Chance, die Informationssicherheit in Deinem Unternehmen auf ein neues Level zu heben.
Mit diesem strukturierten Projektplan begleiten wir Dich Schritt für Schritt durch die Implementierung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) nach NIS-2.
Du wirst sehen: Mit klaren Zielen, praktischen Tipps und einer Prise Motivation wird das Projekt nicht nur machbar, sondern auch erfolgreich!
1. Projektvorbereitung: Grundlagen schaffen – mit Rückendeckung und Klarheit
Deine Ziele:
- Die Geschäftsleitung ins Boot holen und schulen.
- Dein ISM-Team aufbauen – mit klaren Rollen und Kompetenzen.
- Verhaltensgrundsätze für den Umgang mit Informationen etablieren.
Warum das wichtig ist:
Ein starkes ISMS steht und fällt mit drei Säulen: dem Commitment der Führung, einem motivierten und kompetenten Team sowie klaren Spielregeln. Hier legst Du den Grundstein für den Erfolg!
Tipps für die Umsetzung:
- Geschäftsleitung überzeugen: Zeige auf, wie NIS-2 nicht nur Compliance, sondern auch Vertrauen von Kunden und Partnern bringt und die Unternehmenssteuerung unterstützt.
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Dein Team zusammenstellen:
- Wer gehört dazu? IT-Sicherheit, Datenschutzbeauftragte, Prozessverantwortliche, Risiko-Owner, etc.
- Rollen klar definieren: Nutze eine RACI-Matrix, um Verantwortlichkeiten transparent zuzuweisen (z. B. Wer ist verantwortlich für Schulungen? Wer entscheidet im Notfall?).
- Kompetenz aufbauen: Sorge für regelmäßige Team-Meetings und Weiterbildungen, z. B. zu NIS-2 oder Risikomanagement.
- Verhaltensgrundsätze lebendig gestalten: Nutze Beispiele aus dem Arbeitsalltag, um die Regeln greifbar zu machen – z. B. „Wie gehe ich mit verdächtigen E-Mails um?“
- Kick-off mit allen Beteiligten: Starte mit einem Workshop, um Ziele, Rollen und nächste Schritte gemeinsam zu besprechen.
💡 „Erfolgreich ist, wer vorbereitet ist.“ – Mit diesem Abschnitt schaffst Du die Basis für alles Weitere!
2. Analyse der Geschäftsprozesse und Assets: Wissen, was wirklich zählt
Deine Ziele:
- Kritische Geschäftsprozesse und deren Ressourcen identifizieren.
- Ein zentrales Asset-Register aufbauen.
- Informationsflüsse und Abhängigkeiten verstehen.
Warum das wichtig ist:
Du kannst nur schützen, was Du kennst! Hier geht es darum, Schwachstellen zu erkennen und Prioritäten zu setzen.
Tipps für die Umsetzung:
- Workshops mit Prozessverantwortlichen: Frage gezielt nach: „Was würde passieren, wenn dieser Prozess für 24 Stunden ausfällt?“
- Asset-Register digital führen: Tools wie Excel, CMDB-Systeme oder spezielle ISMS-Software helfen, den Überblick zu behalten.
- Informationsflüsse aufzeigen: Identifiziere Abhängigkeiten zwischen Informationen, Prozessen und unterstützenden Systemen.
💡 „Wer seine Prozesse versteht, kann sie auch schützen.“ – Hier legst Du den Finger auf die Pulse Deines Unternehmens!
3. Risikoanalyse und -management: Gefahren erkennen – Sicherheit gestalten
Deine Ziele:
- Kritische Bereiche und Bedrohungen identifizieren.
- Risiken bewerten und transparent kommunizieren.
- Regelungen für Anwender:innen kritischer Prozesse definieren.
- Cyber-Supply-Chain-Risiken im Blick behalten.
Warum das wichtig ist:
Risikomanagement ist das Herzstück Deines ISMS. Hier entscheidest Du, wo Handlungsbedarf besteht und wie Du Ressourcen einsetzt.
Tipps für die Umsetzung:
- Risikobewertung einfach halten: Nutze eine 4×4-Matrix (Eintrittswahrscheinlichkeit vs. Auswirkung), um Risiken priorisieren zu können.
- Regelungen für Anwender:innen kritischer Prozesse praxisnah gestalten: Formuliere Checklisten oder Kurzleitfäden für den Arbeitsalltag – z. B. „Wann und wie werden E-Mails mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versendet?“
- Lieferantenrisiken aktiv managen: Frage Dich: „Welche Dienstleister haben Zugang zu unseren kritischen Daten?“
💡 „Risiken sind keine Hindernisse, sondern Wegweiser.“ – Mit diesem Schritt machst Du Dein Unternehmen widerstandsfähiger!
4. Notfallmanagement und Vorfallsbehandlung: Krisen meistern – Handlungsfähig bleiben
Deine Ziele:
- Einen NIS-2-konformen Meldeprozess etablieren.
- Notfallpläne erstellen.
- Sicherheitsvorfälle analysieren und daraus lernen.
Warum das wichtig ist:
Kein System ist perfekt – aber mit den richtigen Plänen minimiert Ihr Schäden und handelt schnell, wenn es darauf ankommt.
Tipps für die Umsetzung:
- Meldeprozess testen: Führe eine Probe-Meldung durch, um Abläufe zu prüfen – z. B. mit einem fiktiven Sicherheitsvorfall.
- Notfallpläne lebendig halten: Aktualisiere sie mindestens einmal jährlich und schule die Verantwortlichen.
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Vorfallsanalyse als Lernchance nutzen: Frage nach jedem Vorfall: „Was können wir besser machen?“
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Beispiel:
Analysiere Sicherheitsvorfälle mit der 5-W-Methode – z. B. bei einem Datenleck: Wer hatte Zugriff? Was wurde genau kompromittiert? Wann ist es passiert? Wo liegt die Schwachstelle? Warum konnte es passieren? – um gezielte Maßnahmen abzuleiten.
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Beispiel:
💡 „Eine Krise zeigt, wie gut Du vorbereitet bist.“ – Hier sorgst Du dafür, dass Dein Team im Ernstfall weiß, was zu tun ist!
5. Betrieb und kontinuierliche Verbesserung: ISMS lebendig halten – Sicherheit als Prozess
Deine Ziele:
- Regelmäßig prüfen, ob in wie weit Ihr unter NIS-2 fällt.
- BSI-Anforderungen auf Aktualität prüfen und anpassen.
- Routineprozesse etablieren.
- Die Wirksamkeit des ISMS messen und optimieren.
Warum das wichtig ist:
Ein ISMS ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dynamischer Prozess. Nur durch kontinuierliche Anpassung bleibt es wirksam.
Tipps für die Umsetzung:
- Statusprüfung automatisieren: Nutze Erinnerungen im Kalender oder ISMS-Tools, um Fristen (z. B. für BSI-Updates) nicht zu verpassen.
- Wirksamkeit messbar machen: Definiere KPIs wie „Anzahl der gemeldeten Vorfälle“ oder „Schulungsteilnahmequote“.
- Feedback einholen: Frage Mitarbeiter:innen regelmäßig: „Wo siehst Du noch Verbesserungspotenzial?“
💡 „Stillstand ist Rückschritt.“ – Mit diesem Schritt machst Du Dein ISMS zukunftssicher!
Fazit: Groß, aber machbar
Die Implementierung eines ISMS nach NIS-2 ist eine große Aufgabe, aber auch eine große Chance, Dein Unternehmen sicherer und resilienter zu machen. Mit diesem Plan hast Du eine klare Roadmap, um Schritt für Schritt voranzukommen.
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Dein nächster Schritt:
- Starte mit Abschnitt 1 und sichere Dir die Rückendeckung der Geschäftsleitung.
- Nutze die Tipps, um jeden Schritt effizient umzusetzen.
- Bleib dran und stelle Dein Team hinter Dich.
💡 „Informationssicherheit ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Aber mit dem richtigen Plan kommst Du ins Ziel!„

Liane Hampe
Leitende Softwareentwicklerin
Liane tüftelt für ihr Leben gern an Lösungen, die gut durchdacht sind. Vor einigen Jahren noch hat sie in der Mathematik geforscht. Mittlerweile ist sie leidenschaftiche Softwareentwicklerin. Ihre Lösungen unterstützen das Informationssicherheitsmanagement in kleinen, mittleren und großen Organisationen verschiedenster Branchen.




